Emily Haines & The Soft Skeleton - Knives don’t have your back
27. September 2006, 21:22

Label: Last Gang Records
Jahr: 2006
Was Metric der hiesigen Musikindustrie angetan haben, weiß ich auch nicht. Aber nachdem die beiden regulären Platten hier erst mit großer Verspätung veröffentlich wurden, erfährt die Soloplatte der Sängerin, Emily Haines, das gleiche Schicksal. In diesen Fällen ist natürlich der Marketplace von Amazon ein wirkliches Highlight. Man bekommt dort die CD, obwohl gerade erst erschienen, als US-Import schon für 9 Euro (plus 3 Euro Versand).
Wahrscheinlich liefen die beiden Metric-Platten nicht so gut, und so veröffentlicht man die Haines-CD eben auch erst mal gar nicht hier. Dass Metric vor der Deutschlandveröffentlichung hier schon eine beachtliche Anhängerschaft hatten, deren Großteil diese Platten bereits in der Importversion besaß, wird dann in den Geschäftanalysen wahrscheinlich nicht beachtet. Möglicherweise gibt es die Haines-Platte Juni 07 hier zu kaufen und die Typen wundern sich dann, dass sie kaum jemand haben will. Aber genug von diesen ärgerlichen Dingen, zurück zum Beton:
Das Album ist im besten Sinne überraschungsfrei. Emily Haines ist solo so wie man, naja zumindest ich, es sich vorgestellt hatte. Alle Songs basieren auf Tasten und Singen, eben das was Emily macht. Das ist aber eben nur die Basis. Darauf baut die Band, The Soft Skeletons, einen ziemlich wohligen Sound, zum Teil sogar an (nicht erschrecken) Prog-Klischees anknüpfend. Aber nicht die symphonischen, prätentiösen Teile, sondern diese eher leisen, atmosphärischen Quengelgitarren beispielsweise.
In “Reading in Bed” klingen sie sogar wie Beth Gibbons & Rustin Man. Das ist dann auch mein Lieblingslied der Platte. Zusammen mit “The Lottery”, auch ganz groß.
In “The Maid needs a Maid” misst sie sich mit Neil Young (”A Man needs a Maid” von “Harvest”), und kommt in dem Vergleich nicht schlecht weg.
Als gutes Zeichen für ein Album gilt ja auch, wenn die richtig guten Lieder hinten sind. Ja, ist hier auch so, obwohl die ersten 25 Minuten auch reichen würden, um herausragend zu sein. Aber in der zweiten Hälfte wird es dann mit “”Reading in Bed”, “The last Page” und “Winning” nochmal ganz groß.
“Knives don’t have your back” ist ein kleines Meisterwerk (vielleicht sogar ein großes, kann ich erst in ein paar Jahren beantworten). Es ist auf jeden Fall meine Platte der Woche, des Monats, vielleicht sogar des Jahres.
Bewertung: 




Links:
Emily Haines
Bei Emily kann man sich auch ein Video anschauen und ein MP3 herunterladen, aber nur wenn der richtige Browser und die richtigen Plug-Ins installiert sind. Bei mir gings nicht. Das Video gibt es aber auch bei YouTube:
YT-Video
Emily Haines (mypsace)
The Soft Skeleton
Metric
CD von Emily bei Amazon kaufen
Metric-Sachen vielleicht? (auch Amazon)
Darüberhinaus gibt es auch ein ganze Reihe von Bootlegvideos, hier.
Und hier der Tipp des Tages zum Abschluss: Wer Lust auf Metric (oder auch Tocotronic, Stella, Spillsbury, o.ä.) hat, der sollte mal beim Ladoshop einkaufen. Die gewähren bis einschließlich 30. September 50% Rabatt auf alles! Selbst auf Sonderangebote, “Monster Hospital” .B. bekommt man somit für unter einem Euro. Wahnsinn. Hin!



4 Kommentare zu “Emily Haines & The Soft Skeleton - Knives don’t have your back”
01
Beim Rolling Stone gibt es noch Videos von der Live und Unplugged Session mit halb Metric (im Real Video Format).
02
Real Video ist jetzt aber nicht so der Hit, oder? Ich meine selbst YouTube (auch nicht toll) ist da noch gut gegen.
Aber ok, die meisten Leute haben diese Real-Kacke eh auf dem Rechner, so dass dein Link sinnvoll und gut ist. Nur halt nicht für mich
03
Ich sehe das nicht so eng. Jobmässig muß ich den sowieso drauf haben und für die Metric Videos lohnt sich das auch
04
Hm. ich installiere mir erst dann das Realding, wenn der INLAND EMPIRE-Trailer ausschließlich in diesem Format veröffentlicht werden sollte
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