Clueso - Weit weg
28. April 2008, 18:00
Mag sein, dass das Album schon etwas älter ist, für mich ist es ziemlich neu. Auf Clueso bin ich irgendwie über Miro aufmerksam geworden, genauer: Über den mittlerweile scheinbar eingestellten Fourmusic-Podcast. Dort gab es einen Konzertauschnitt mit “Chicago” zu sehen, dass mich vom ersten Moment an verzaubert hat.
Clueso hat mit seinem vierten(?) Album eine entspannte Reise angeliefert, die vom ersten Moment an fesselt. Der Opener “Frische Luft” zieht sich durch das ganze Album, ohne aber zu nerven oder Füllselhaft zu wirken. Entpannt-verkopfte Stücke “Da wohnt so’n Typ” mit Max Herre bilden zwar das Gros der Platte, allerdings huschen versprengte Rocksongs wie “Hirn ein” über die Platte und lockern das Gefüge auf.
In der Anderen Ecke dann der ursprüngliche Sprechgesang von Clueso, der auf “Weit weg” leider ein wenig untergeht, da die Texte von Clueso ziemlich ausgefeilt sind und durch einen teilweise sehr eigenen Charme bestechen.
Und dann wäre natürlich das traurig-schönste Lied seit Conny Kramer, ein Lied, dass einen absolut nicht kalt lassen kann, dass einem die Gänsehaut über den Rücken und die Tränen fast schon über die Wangen laufen lässt. Einfach mal ein paar Minuten entspannen, das Licht aus- und die Augen zumachen und das Lied ganz laut aufdrehen.
Insgesamt ist das Album eines der besten und abgerundetsten Alben, die mir in letzter Zeit begegnet sind. Mal sehen, ob ich es schaffe, mir das nächste Album ins Regal zu stellen, “Keinen Zentimeter” bietet ja hoffentlich einen guten aber nicht allgemeinen Ausblick darauf.




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